Gastbeitrag von Berit & Tanis

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Hallo zusammen,

leider geht es Fabian aktuell wieder schlechter, weshalb er euch nicht selbst schreiben kann. Er schickt auf diesem Weg ganz liebe Grüße und freut sich, weiter von euch zu hören.  

Damit die Website trotzdem am Laufen bleibt, hat Fabi uns darum gebeten, sie ein wenig mit Leben zu füllen. Wir, das sind Tanis & Berit, seit mittlerweile 15 Jahren mit Fabian befreundet. Das erste Mal nach langer Zeit konnten wir ihn in diesem Sommer wiedersehen, ihn ganz fest drücken und ein wenig gemeinsame Zeit verbringen.

Vielleicht hattet ihr in diesem Sommer auch die Möglichkeit, mal wieder mit Fabi zu schreiben oder ihn sogar persönlich zu treffen und hattet ganz ähnliche Erlebnisse?

30.04.2025, 17:00 Uhr: “Hallo, was gibts neues”

Eine kleine Nachricht mit ganz großer Wirkung. 

Bei uns liegen die Reaktionen auf Fabian’s erste Whatsapp-Nachricht nach einigen Jahren ohne jeden Kontakt zwischen purer Freude und leichter Ungläubigkeit bis hin zu großen Zweifeln an der Echtheit. Hat sich da etwa jemand in sein Handy gehackt? 

Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass die obige Nachricht tatsächlich von Fabian kommt. Wir geben es gern zu: Wir haben mehr als ein paar Freudentränchen verdrückt. 

Wie Fabi selbst in einem seiner vorangegangenen Blog-Beiträge im Mai schon berichtet hat, bessert sich sein Gesundheitszustand zu Jahresbeginn – aus bis jetzt nicht eindeutig erklärbaren Gründen – ebenso schlagartig wie rapide. Als Ergebnis der neu gewonnenen Energie entsteht diese Website, auf der Fabian seine Erfahrungen mit ME/CFS beschreibt, sich für eine größere Sichtbarkeit von ME/CFS einsetzt und einen Besuchskalender einrichtet.

Für uns steht schon nach wenigen ausgetauschten Whatsapp-Nachrichten mit Fabian fest: Wir fahren so bald es geht nach Mannheim. Je näher der Besuchstag im August rückt, desto größer wird die Vorfreude, aber desto mehr Fragen haben wir auch. Wie wird es sein, wenn wir Fabi wiedersehen? Wie viel Interaktion wird möglich sein? Wie sollen wir uns verhalten? Was dürfen wir nicht tun? Zuletzt haben wir ihn während der Corona-Pandemie per Videocall gesehen, wo nur wenig Austausch möglich und schnell alles zu viel war.

Noch auf dem Weg die Treppe hoch zur Wohnung steigt bei uns beiden die Unsicherheit und Nervosität. Als es dann so weit ist und wir Fabi nach sehr langer Zeit endlich wiedersehen, lautet die erste und ganz simple Frage an ihn aber einfach nur: “Dürfen wir dich drücken?”. (Spoiler: Ja, durften wir!)

Auch unsere größte Unsicherheit/Sorge nimmt uns Fabian auf Anhieb: All die gemeinsamen Erinnerungen, der unverwechselbare Humor und seine Eigenarten (klar…als Gast bekommt man als Erstes mal ein Geschenk von ihm ;)); da hat sich nichts geändert. Wir können sogar teils vollständige Sätze mit ihm sprechen, ihm Fragen stellen und Fragen von ihm beantworten, es ist sehr sehr viel mehr möglich als bei unserem letzten Gespräch. 

Auch bei einem gemeinsamen Mittagessen mit der Familie dürfen wir dabei sein und zum Abschied möchte Fabian ein paar Fotos mit uns, was uns total freut – all das wäre in den letzten Jahren undenkbar gewesen. 

Trotz der unvorstellbar harten Zeit und dieser einfach nur – verzeiht – beschissenen Krankheit, nehmen wir mit: Fabi ist immer noch Fabi und das ist einfach nur wunderbar zu sehen. 

Ihr habt ähnlich hoffnungsvolle Erfahrungen mit Fabian oder allgemein mit ME/CFS Betroffenen gemacht? Ihr möchtet das Projekt für mehr Sichtbarkeit für ME/CFS auf egal welche Art unterstützen? Meldet euch! 

Bis ganz bald, hoffentlich dann wieder von Fabian persönlich 🙏

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