Hallo liebe Blogleser,
gestern war bei uns in Baden-Württemberg Landtagswahl. Ich habe in den vergangenen Wochen die Entwicklungen verfolgt und meine Stimme per Briefwahl abgegeben. Ich bin ein wenig stolz, dass ich es geschafft habe, das Wahlgeheimnis zu wahren: Die Kreuze habe ich eigenständig gemacht und auch den Umschlag selbst zugeklebt.

Das knappe Wahlergebnis hat mich wie viele überrascht – auch wenn sich der Stimmungsumschwung von schwarz zu grün ja die vergangenen Tage in den Umfragen abgezeichnet hatte.
Aus Mannheim haben es fünf Abgeordnete in den Landtag geschafft. In meinem Wahlkreis Mannheim II hat die Grünen-Abgeordnete Elke Zimmer das Direktmandat verteidigt. Der Wahlkreis Mannheim I ging mit 322 Stimmen Vorsprung an die AfD, die damit im Mannheimer Norden das einzige Direktmandat im gesamten „Ländle“ geholt hat.
Die beiden SPD-Kandidaten kommen ebenfalls über die Landesliste in den Landtag. Der Mannheimer Norden – früher eine klassische rote Arbeiterhochburg – ist mittlerweile stramm blau. Auch der zweite AfD-Kandidat hat es über die Landesliste geschafft. Leer ausgegangen ist in der Stadt erneut die CDU – die Partei verfügt somit auch in den kommenden Jahren über keinen Vertreter im Landtag. Es bleiben halt wechselvolle und unruhige Zeiten
Dazu passt der gestrige Dialog zwischen meiner fünfjährigen Tochter und meinen Eltern:
Tochter: „Wir haben einen neuen Chef !“
Eltern: „Im Kindergarten ?“
Tochter: „Nein !“
Eltern: „die Mama ?“
Tochter (schon leicht genervt): „Nein !“
Eltern: „Wer dann?“
Tochter: „Ja wir, den Cem!“
Bewährte Pflegekraft an Bord
An meiner Pflegefront ist dagegen etwas Ruhe eingekehrt. Seit Mitte Januar ist meine „Stammpflegerin“ aus Lettland wieder da und wird bis Anfang Juli bleiben. Sie strahlt Ruhe aus, ist sehr zuverlässig und gibt mir durch ihre Art einen geregelten, unaufgeregten Alltag. Mein Gesundheitszustand ist trotzdem leider unverändert schlecht.
Wie immer ein Super-GAU: Faschings-Lärm
Mit ein Grund: der alljährliche „Faschingsdienstag-Event“ in der Mannheimer Innenstadt. Von 12.00 bis 22.00 Uhr wurden wir nonstop (da es sich um eine DJ-Bühne handelte) mit Techno-Musik in einer Lautstärke beschallt, die selbst für gesunde Menschen unerträglich war …
Mittlerweile hat sich der Widerstand einiger Bürger in der Innenstadt formiert, die sich mit einem Schreiben an die Stadt gewandt haben – mit wenig Hoffnung, wirklich etwas zu bewirken. Ich bin an diesem Tag in den ruhigeren hinteren Teil meiner Wohnung „umgezogen“, aber es war dennoch wirklich hart für mich.

Besuch aus Frankreich
Aber es gibt auch schöne Dinge: Meine Cousine Kim und mein Cousin Wesley, gebürtige Franzosen, die aktuell in Paris leben, waren ein paar Tage in Mannheim und haben mich besucht. Das letzte Mal hatten wir uns vor zehn Jahren gesehen. Sie starten gerade beruflich voll durch – als Stewardess bei Air France und als IT-Sicherheitsexperte und Event-Manager.
Noch eine letzte Bitte für heute: Meine Eltern schauen jeden Tag mein Handy auf neue E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten durch. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir auch weiterhin gelegentlich Fotos oder kurze Infos zukommen lasst.
Liebe Grüße
Euer Fabian

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